CO₂-Abgabe
Definition
Die CO₂-Abgabe ist eine nationale Lenkungsabgabe auf fossile Brennstoffe (wie Heizöl und Erdgas). Sie erhöht die Betriebskosten fossiler Heizungen direkt und soll Immobilieneigentümer dazu bewegen, auf erneuerbare Heizsysteme umzusteigen sowie Gebäude energetisch zu sanieren.
Was bedeutet das für Immobilieneigentümer?
- Direkte Betriebskosten:
Bei einem aktuellen Satz von 120 CHF pro Tonne CO₂ schlägt die Abgabe spürbar zu Buche. Das entspricht einem Preisaufschlag von ca. 31.80 CHF pro 100 Litern Heizöl bzw. rund 2.16 Rappen pro kWh Erdgas. Je älter und schlechter gedämmt das Gebäude ist, desto höher ist die jährliche Abgabenlast. - Fördergeld-Rückfluss (Gebäudeprogramm):
Ein Drittel der Einnahmen aus der CO₂-Abgabe fliesst direkt in das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. Wenn Sie Ihre fossile Heizung ersetzen (z. B. durch eine Wärmepumpe, Holzpellets oder Fernwärme) oder die Gebäudehülle dämmen, können Sie von diesen Fördergeldern profitieren. - Finanzielle Rückverteilung:
Die restlichen zwei Drittel der Abgabe werden pro Kopf an die Bevölkerung (über die Krankenkassenprämien) zurückverteilt. Wenn Sie Ihre Immobilie energieeffizient betreiben, zahlen Sie wenig CO₂-Abgabe, erhalten aber dennoch die volle Gutschrift – Sie profitieren somit doppelt. - Aussicht & Planungssicherheit:
Da die Abgabe gesetzlich an die Erreichung der Schweizer Klimaziele gekoppelt ist, bleiben fossile Energieträger langfristig ein hoher Kostenrisikofaktor. Ein rechtzeitiger Umstieg schützt vor steigenden Nebenkosten und sichert den Werterhalt der Immobilie.